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Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

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3.120€/Jahr

Betrag der von jedem Arbeit­neh­mer als Ent­gelt­um­wand­lung ver­langt wer­den kann [1]

Betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung (bAV) ist ein Sam­mel­be­griff für alle finan­zi­el­len Leis­tun­gen, die ein Arbeit­ge­ber sei­nem Arbeit­neh­mer zur Alters­ver­sor­gung, Ver­sor­gung von Hin­ter­blie­be­nen bei Tod oder zur Inva­li­di­täts­ver­sor­gung zusagt.

Dass die staat­li­che Ren­te nicht mehr aus­rei­chen wird, um den Lebens­stan­dard im Alter zu hal­ten, ist kein Geheim­nis. Die Haupt­ur­sa­che dafür ist kaum zu stop­pen: durch den demo­gra­phi­schen Wan­del gibt es immer mehr älte­re Men­schen, die eine Ren­te bezie­hen, und immer weni­ger jün­ge­re Men­schen, die für die­se ein­zah­len.

Vor­aus­sicht­lich 2030 wird das Ver­hält­nis von Ren­ten­be­zie­hern und Bei­trags­zah­lern 1:1 betra­gen. Das bedeu­tet, jeder ein­zel­ne Arbeit­neh­mer muss einen Rent­ner finan­zie­ren.

Um Men­schen trotz­dem einen hohen und gesi­cher­ten Lebens­stan­dard im Alter zu ermög­li­chen, gibt der Staat ein „Drei-Schich­ten-Modell“ (frü­her Drei-Säu­len-Modell) für die Alters­vor­sor­ge vor:

Schicht1: Basis­ver­sor­gung (u.a. mit der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung)

Schicht 2: Kapi­tal­ge­deck­te Zusatz­ver­sor­gung (bAV und Ries­ter-Ren­te)

Schicht 3: Kapi­tal­an­la­ge­pro­duk­te (u.a. mit pri­va­ten Lebens- und Ren­ten­ver­si­che­run­gen)

Die bAV ermög­licht es nicht nur für das Mor­gen vor­zu­sor­gen, man erhält auch heu­te Steu­er­vor­tei­le und Risi­ko­schutz.

Grundlagen der betrieblichen Altervorsorge

Jeder Arbeit­neh­mer, der in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung pflicht­ver­si­chert ist, hat einen gesetz­li­chen Anspruch auf eine bAV in Form der soge­nann­ten Ent­gelt­um­wand­lung.

Ande­re For­men müs­sen nicht durch den Arbeit­ge­ber unter­stützt wer­den. Da der Arbeit­ge­ber aber auch Vor­tei­le hat, ent­schei­den sich vie­le Unter­neh­men dazu eine bAV auf die eine oder ande­re Wei­se anzu­bie­ten.

Es gibt 5 For­men der bAV, die vom Staat geför­dert wer­den:

Direkt­ver­si­che­rung: Der Arbeit­ge­ber schließt eine Ren­ten­ver­si­che­rung für und auf den Arbeit­neh­mer ab und lei­tet die Bei­trä­ge direkt vom Lohn an die Ren­ten­ver­si­che­rung.

Pen­si­ons­kas­se: Der Arbeit­ge­ber zahlt die Bei­trä­ge an eine Pen­si­ons­kas­se, die die Bei­trä­ge anlegt und dem Arbeit­neh­mer den Rechts­an­spruch dar­an zusagt.

Pen­si­ons­fond: Ein ähn­li­cher Auf­bau wie die Pen­si­ons­kas­se, aller­dings wer­den die Bei­trä­ge pri­mär in Fonds ange­legt.

Direkt-/Pen­si­ons­zu­sa­ge: Der Arbeit­ge­ber zahlt dem Arbeit­neh­mer bei Ren­ten­ein­tritt eine ver­ein­bar­te Leis­tung, meist in Form einer Ren­te oder Ein­mal­zah­lung.

Unter­stüt­zungs­kas­se: Der Arbeit­ge­ber ist der Trä­ger oder Teil einer recht­lich selbst­stän­di­gen Ein­rich­tung, die sich um Ren­ten­ver­sor­gung küm­mert und führt die Bei­trä­ge direkt ab.

Die Bei­trä­ge kön­nen auf 3 Arten gezahlt wer­den:

Der Arbeit­ge­ber zahlt die Bei­trä­ge kom­plett für den Arbeit­neh­mer.

Der Arbeit­neh­mer wan­delt Tei­le sei­nes Brut­to-Gehal­tes um und damit wer­den die Bei­trä­ge gezahlt (die oben erwähn­te Ent­gelt­um­wand­lung). Zuschüs­se des Arbeit­ge­bers kom­men oft zusätz­lich zum Tra­gen.

Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber tei­len sich die Kos­ten für die Bei­trä­ge.

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Auf­tei­lung der Deckungs­mit­tel, Gesamt­be­trag: 593,8 Mrd. Euro [2]

Direkt­zu­sa­ge 50%
Pen­si­ons­kas­se 27%
Direkt­ver­si­che­rung 10.7%
Unter­stüt­zungs­kas­sen 6.3%
Pen­si­ons­fonds 6%
Wer sollte eine betriebliche Altervorsorge abschließen?

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18 Mil­li­on

Anzahl der Ange­stell­ten die eine bAV abge­schlos­sen haben [3]

Um es kurz zu machen: jeder, der meint, dass die gesetz­li­che Ren­te für ihn/sie nicht aus­rei­chen wird.

Soll­te der Arbeit­ge­ber die Bei­trä­ge voll­stän­dig über­neh­men, liegt der Vor­teil sofort auf der Hand: Sie erhal­ten ein zusätz­li­ches Ren­ten­ein­kom­men und „die Fir­ma zahlt“. Aber auch die ande­ren Vari­an­ten loh­nen sich, ins­be­son­de­re da es steu­er­li­che und sozi­al­ab­ga­ben­tech­ni­sche Vor­tei­le gibt.

Die Arbeit­neh­mer­an­tei­le der bAV gehen direkt vom Brut­to-Lohn ab. Das bedeu­tet, auf die­ses Geld fal­len zunächst kei­ne Steu­ern und Sozi­al­ab­ga­ben an (bis zu einer Gren­ze). Das Ein­kom­men dar­aus, wird erst bei der Ren­te besteu­ert (und dies fast immer viel gerin­ger).

Ihr Net­to-Lohn ver­rin­gert sich in den meis­ten Fäl­len nur ein wenig und (gro­ße) Tei­le der Bei­trä­ge wer­den aus den ent­fal­len­den Abga­ben gezahlt.

Da das Unter­neh­men auch von der bAV pro­fi­tie­ren, wird oft ein Zuschuss zur bAV geleis­tet. Das ist der opti­ma­le Fall, der Arbeit­neh­mer holt sich die vol­len steu­er­frei­en Mög­lich­kei­ten und die Fir­ma gibt noch etwas dazu.

Es gibt natür­lich eine Rei­he von Vor­aus­set­zun­gen und Bedin­gun­gen, die erfüllt wer­den müs­sen um die vol­le För­de­rung zu erhal­ten. Des Wei­te­ren ist nicht jede Form der bAV für jedes Unter­neh­men sinn­voll.

An die­ser Stel­le sind eine gute Bera­tung und eine sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung aller Mög­lich­kei­ten von abso­lu­ter Wich­tig­keit. Mel­den Sie sich bei uns und wir kön­nen gemein­sam die opti­ma­le Stra­te­gie ent­wi­ckeln.

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